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Artikel aus der Dorstener Zeitung:

Wohnhaus der Lebenshilfe

Villa Keller feiert 20-Jähriges

Von Rüdiger Eggert am 14. Mai 2010 17:26 Uhr:

DORSTEN Vor 20 Jahren hieß es in der Villa Keller: „Zimmer frei“. Damals zogen 18 Behinderte in das Haus an der Ovelgünne 14. Heute leben 32 Bewohner in der Villa Keller. Und an diesem Wochenende wird dieser Geburtstag gefeiert.

Villa Keller feiert 20-Jähriges

Von Freitag bis Sonntag haben die Mitarbeiter und Bewohner der Villa Keller ein Festprogramm zusammengestellt. Am Freitag begann das Festprogramm mit einem Empfang. Lebenshilfe-Vorsitzender Ludger Cirkel begrüßte Bewohner, ehemalige Mitarbeiter, Vertreter aus der Politik sowie Freunde und Förderer der Lebenshilfe.

Der damalige Stadtdirektor Karl-Christian Zahn regte 1987 an, ein Wohnhaus für Menschen mit geistiger Behinderung zu schaffen. Ludger Cirkel zeigte Anerkennung für den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen, die an den Umbauarbeiten beteiligt waren und 1990 den Einzug in das frisch renovierte Haus möglich machten.

Erfolgsgeschichte

„Wir sind ein Elternhilfsverein und brauchen Unterstützung“, appellierte Cirkel an die Öffentlichkeit, die den Verein über all die Jahre unterstützt hat. Die Erfolgsgeschichte der Lebenshilfe lässt sich denn auch an den vielen gemeinsamen Festen ablesen. „Erst zehn Jahre Wohnheim Lembeck, heute 20 Jahre Villa Keller und im Sommer feiern wir 45 Jahre Lebenshilfe in Dorsten“, zählte Cirkel auf.

Birgit Stifter, Geschäftsführerin der Lebenshilfe, erinnerte an die Wichtigkeit von Wohngruppen: „Alle haben das Recht auf ein eigenständiges Leben, sowohl die Eltern wie auch die Kinder.“ Ein weiterer Schritt in diese Richtung war 2006 die Einrichtung einer Außenwohngruppe in Holsterhausen. Seit kurzer Zeit gibt es ein weiteres Projekt: das ambulant unterstützte Wohnen. Drei ehemalige Bewohner sind in ihre eigenen Wohnungen gezogen.

Wichtiger Punkt

Auch für den stellvertretenden Bürgermeister Heinz Denniger ist die Selbstständigkeit ein wichtiger Punkt in der Behindertenarbeit: „Behinderte haben ein Anrecht auf ein Leben wie Nichtbehinderte.“ Die Vertreter des Heimbeirates hatten am Ende eine besondere Überraschung für Petra Neuhaus, Heimleitung, und ihre Mitbewohner. Martina Adler, Maria Potthast und Diana Nuyken fertigten eine Collage mit den Bildern aller Bewohner, die sie übergaben.

Jubiläum

Der Samstag (15.) beginnt um 11 Uhr mit einem Ökumenischen Gottesdienst, ab 12 Uhr öffnet der mittelalterliche „Markt der 1000 Sinne“. Um 17.30 Uhr endet der Tag mit einem Auftritt der Behindertenband „Die Rockers“. Die Waltroper Band ist regelmäßig mit ihren Programm auf Tournee und hat auch schon eine CD veröffentlicht. Sonntag, ab 12.30 Uhr, treffen sich die Bewohner zum gemütlichen Abschluss.


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