Rückblick zur Infowoche vom 26. bis 28.03.2018 zum Thema „Trauer, Tod und Sterben“

Ein Bericht von Jennifer Palm aus unserem Lebenshilfe Center.

In diesem Jahr wurde von den Klienten des Ambulant Unterstützenden Wohnens (AUW) der Wunsch an mich herangetragen einen Infoabend zum Thema „Trauer, Tod und Sterben“ anzubieten, schließlich gibt es in den Wohnstätten und natürlich auch im privaten Bereich immer wieder Berührungspunkte mit dem Tod und dann heißt es plötzlich für viele Menschen: „Wie gehe ich nun damit um?“ oder „Was passiert da eigentlich?“ Alle Dinge, die in Verbindung mit dem Thema „Tod“ stehen, sind in unserer heutigen Gesellschaft leider immer mehr zu einem „Tabu“ geworden und genau dies schafft bei vielen Menschen Angst und große Verunsicherung. Um dieser Verunsicherung entgegen zu wirken und um uns einen realistischen Einblick zu verschaffen, ist dann letztendlich daraus eine ganze Infowoche entstanden.

Wir starteten die Woche am 26.03.2018 mit einem Dokumentationsfilm zum Thema und einer anschließenden Diskussionsrunde. Familie Geismann vom Bestattungshaus Geismann in Dorsten besuchte uns bereits an diesem Abend und gab uns Antworten auf viele interessante Fragen. Darunter: „Wer ist für die Beerdigung zuständig, wenn der Verstorbene keine Angehörige hat?“ oder „Welche Bestattungsmöglichkeiten gibt es?

An diesem Abend hätten wir gut und gerne noch mehrere Stunden Fragen stellen können, jedoch hatten wir am 27.03. eine Einladung für eine Besichtigung im Trauerhaus Geismann und so konnten wir direkt am folgenden Tag das Bestattungshaus besuchen und vor Ort während der Führung weitere Fragen stellen, selber ausprobieren, mithelfen und erleben. Eine Teilnehmerin aus der Gruppe sagte: „Ist das schön hier! Es ist auch gar nicht so schlimm, wie ich es mir immer vorgestellt hatte!“ Genauso war es auch! Das Haus der Toten, voller Leben und schöner Dinge! Wer hätte dies gedacht!?

Wir sind mit einem guten Bauchgefühl nach Hause gefahren und konnten uns abschließend am 28.03. noch einmal in einer kleineren Runde über das Thema „Trauer, Tod und Sterben“ aus der Sicht des für uns bekannten Christentums und des für uns weniger bekannten, aber nicht weniger spannenden, Buddhismus austauschen. Hier konnten die Teilnehmer unter anderem auch noch einmal Fragen an die eingeladenen Referenten stellen, die „das Leben nach dem Tod“ betreffen. „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“ „Was glauben Christen?“ „Was glauben Buddhisten?“

Eine spannende Woche ging so zu Ende, die allen Beteiligten im positiven Sinne sicherlich sehr intensiv und nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.

Jennifer Palm

 
 
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Lebenshilfe Dorsten e.V., Barbarastraße 70, 46282 Dorsten